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Die Untersuchung der Schuhe und der Socken ist bei einem FHL oft aufschlussreich. Noch bevor die Ärztin oder der Arzt den Fuss sieht, zeigt die asymmetrische Abnutzung einen gestörten Gang an. Fünf zu Hause sichtbare Hinweise, die helfen, einen FHL bei sich selbst zu erkennen.
Noch vor der Sprechstunde können Sie zu Hause beginnen, den FHL zu beobachten. Ihre Schuhe und Ihre Socken tragen die Spuren Ihres Gangs, und diese Spuren sind bei einem FHL oft vielsagend. Die asymmetrische Abnutzung, die Verschiebung der Lasche, das vorzeitige Ausweiten des Schuhs, das Loch in der Socke – lauter Zeichen, die mit blossem Auge sichtbar sind und die Diagnose lenken.

Patientinnen und Patienten bemerken selbst häufig, dass sich der Aussenrand ihrer Absätze vorzeitig abnutzt, ohne die Ursache zu verstehen. Diese scheinbar banale Beobachtung ist ein direktes Zeichen des FHL, das die Ärztin oder der Arzt zu lesen weiss.

Das unmittelbarste und aussagekräftigste Zeichen findet sich an der Socke. Wenn der FHL die Last auf die Kuppe der Grosszehe verlagert, ist der Druck so hoch und so oft wiederholt, dass er das Gewebe abnutzt – zuerst bis zur Durchsichtigkeit, dann bis zu einem regelrechten Loch. Dieses Loch ist bei Personen, die viel gehen, beinahe pathognomonisch für den FHL.
Das Gewebe wird dünner und bekommt schliesslich ein Loch genau dort, wo die Kuppe der Grosszehe liegt. Direkte Ursache ist die übermässige Lastverlagerung auf diese Zehe.
Der Absatz nutzt sich am Aussenrand schneller und deutlicher ab als am Innenrand. Bei Personen, die seit Langem mit einem FHL gehen, ist die Asymmetrie offensichtlich.
Die vordere Lasche verschiebt und verformt sich zur Aussenseite des Schuhs hin – eine direkte Folge der übertriebenen Pronation am Ende der Standphase.
Der Schuh weitet sich auf der Aussenseite vorzeitig, besonders wenn er mit Einlagen versehen ist, die das Gewölbe anheben. Der Fuss rutscht mit der Zeit im Schuh.
Mit der Zeit rutscht der Fuss allmählich im Schuh, insbesondere zur Aussenseite hin. Das Ergebnis ist paradox: Je länger man den Schuh trägt, desto weniger hält er. Dieses Rutschen entsteht durch die kumulierte Abnutzung der Einlage und des Innenfutters.
Diese Hinweise entstehen nicht an einem Tag. Sie erzählen von Jahren eines gestörten Gangs und sammeln Zeichen, die Sie vor der Sprechstunde selbst dokumentieren können, indem Sie Ihre alten Paare aufbewahren. Diese Beobachtung ist kostenlos, zugänglich und hat einen echten diagnostischen Wert.
Vor Ihrer Sprechstunde können Sie selbst eine erste Prüfung vornehmen. Holen Sie Ihre am häufigsten getragenen Schuhe hervor, idealerweise zwei oder drei verschiedene Paare (Stadt, Sport, Wandern), und gehen Sie die fünf folgenden Hinweise durch. Je mehr Punkte zutreffen, desto höher ist der Verdacht auf einen FHL.
Wenn Sie mehrere dieser Fragen mit Ja beantworten, ist der diagnostische Hinweis auf einen FHL stark. Denken Sie daran, diese Schuhe in die Sprechstunde mitzubringen.
Gibt es an Ihren am häufigsten getragenen Socken ein Loch oder eine deutliche Abnutzung unter der Kuppe der Grosszehe?
Nutzt sich der Aussenrand des Absatzes Ihrer Schuhe sichtbar schneller ab als der Innenrand?
Verschiebt sich die vordere Lasche Ihrer Stadt- oder Sportschuhe nach aussen?
Weiten oder verformen sich Ihre Schuhe im Lauf der Monate nach aussen stärker als nach innen?
Haben Sie den Eindruck, dass Ihr Fuss nach einigen Monaten des Tragens im Schuh rutscht, vor allem nach aussen?
Bei drei oder mehr positiven Antworten ist der diagnostische Hinweis auf einen FHL stark und rechtfertigt eine klinische Untersuchung. Bei einer oder zwei positiven Antworten ist ein FHL möglich und die Untersuchung bleibt sinnvoll. Bringen Sie zu Ihrer Sprechstunde zwei oder drei Paar abgetragene Schuhe mit, idealerweise aus verschiedenen Kategorien (Gehen, Laufen, Stadt, Wandern).
Über die Diagnose hinaus spielt das Schuhwerk eine Rolle in der Behandlung. Manche Schuhe verschlimmern den FHL durch ihre Bauweise: übermässig hohe Absätze, zu stark ausgeprägte Fussgewölbe, im Vorfussbereich zu starre Sohlen. Andere Schuhe, besser gewählt oder mit angepassten dynamischen Einlagen ergänzt, unterstützen den Abrollvorgang und begrenzen die Folgen des FHL.
Die Schuhwerkabklärung ist Teil der Gesamtabklärung im Centre du pied. Sie lenkt die Empfehlungen an die Patientin oder den Patienten und begleitet die konservative Behandlung oder die postoperative Phase.
« Ihre Schuhe wissen als Erste, dass Sie einen FHL haben. Sie schreiben es seit Jahren in ihre Abnutzung. »
Dr Jacques Vallotton, Centre Orthopédique d’Ouchy
Zwei Videosequenzen zeigen anschaulich, worauf an den Schuhen zu achten ist, mit Beispielen von Patientinnen und Patienten.
Wenn die Prüfung Ihrer Schuhe auf einen FHL hinweist, erlaubt die Mobilitätsabklärung im Centre du pied, die Diagnose in der Praxis in weniger als dreissig Minuten zu bestätigen. Bringen Sie Ihre abgetragenen Schuhe mit.
Visuelle Hinweise
5
Spezifischster
Loch in der Socke
Am ehesten bemerkt
Absatz aussen abgelaufen
Untersuchung möglich
zu Hause
Bis sichtbar
mehrere Monate
In die Sprechstunde
2 bis 3 Paar
Die Analyse des Fussabdrucks als Ergänzung zur Untersuchung der Schuhe.
Die sechs Schmerzzonen und die entfernten Beschwerden, die auf einen FHL hinweisen.