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Ein minimalinvasiver Eingriff, der das Gleiten der Sehne in weniger als einer Stunde über zwei kleine Schnitte an der Rückseite des Sprunggelenks wiederherstellt. Eine seit fünfundzwanzig Jahren erprobte Technik, bestätigt durch die Praxis und die wissenschaftliche Literatur.
Die operative Behandlung bleibt grundsätzlich jenen Patientinnen und Patienten vorbehalten, die durch die konservative Behandlung nur vorübergehend eine Besserung erfahren haben. Sie kann manchmal auch als erste Massnahme angeboten werden, namentlich bei einem symptomatischen Hallux rigidus, bei dem die konservative Behandlung wegen der dadurch ausgelösten Schmerzen schlecht vertragen wird.
Die Operation an sich ist kein Allheilmittel. Sie schafft die Grundlagen, auf denen die Patientinnen und Patienten Fortschritte machen können, was sonst nicht der Fall ist. Ein besserer Stand verleiht ein besseres Gleichgewicht, und der wiedergewonnene Bewegungsgleichklang eine bessere Stabilität in der Bewegung. Eine physiotherapeutische Nachbetreuung begleitet die Operation häufig, um erworbene Fehlhaltungen zu korrigieren.
Die Operation wirkt nicht allein. Sie ist Teil einer ganzheitlichen Behandlung, die eine physiotherapeutische Nachbetreuung, mitunter die Verordnung von Einlagen sowie eine Haltungsarbeit umfasst, um den langfristigen Nutzen zu optimieren.
Die Geschichte dieses Eingriffs ist zugleich die Geschichte einer geduldig aufgebauten Expertise, von den ersten offenen Operationen bis zur standardisierten arthroskopischen Technik von heute.
Dr Jacques Vallotton operiert seine ersten Patientinnen und Patienten über einen offenen retromalleolären Zugang von 4 bis 5 cm auf der Innenseite. Die Tenolyse beschränkt sich auf die retrotalare Sehnenscheide. Rund zwanzig Fälle werden mit sehr ermutigenden Ergebnissen bei Tenosynovitis des FHL und Schmerzsyndromen des Knies behandelt.
Am Academic Medical Center hat Prof. van Dijk die Arthroskopie des Sprunggelenks und des Rückfusses entwickelt. Eine Zusammenarbeit beginnt, um die Tenolyse des FHL an diesen minimalinvasiven Zugang anzupassen.
Die Tenolysen des FHL werden fortan arthroskopisch über zwei Zugänge beidseits der Achillessehne durchgeführt. Die Anatomie des FHL und der Aufbau des retrotalaren Tunnels werden im Verlauf der Praxis untersucht und dokumentiert.
Zwanzig Jahre Praxis münden in die Publikation einer vollständigen Beschreibung der Technik im Journal of Arthroscopy. Der Zähler überschreitet 1660 operierte Füsse. Die Erfahrung verfeinert das Verständnis des Sehnenkonflikts weiter.
Die endoskopische Tenolyse des FHL ist zu einer internationalen Referenz geworden. Das Centre du pied in Lausanne empfängt regelmässig Chirurginnen und Chirurgen in Ausbildung und beteiligt sich aktiv an der Verbreitung der Methode.
« Die Operation ist kein Selbstzweck. Sie gibt dem Fuss seine Abstossfunktion zurück, und es ist diese wiedergewonnene Funktion, die es der gesamten Bewegungskette erlaubt, ins Gleichgewicht zu finden. »
Dr Jacques Vallotton, Centre Orthopédique d’Ouchy
Entsprechend den biomechanischen Auswirkungen des FHL, die sich generell auf die Bewegung übertragen, sind die Indikationen vielfältig. Bei den meisten operierten Patientinnen und Patienten handelt es sich um Probleme, die den Fuss oder das Knie betreffen. Besonders eindrücklich sind die Ergebnisse bei bestimmten Indikationen.
Die Operationsindikation kann auch bei Überlastungsschmerzen des Fusses, bei lumbopelvinen Schmerzen im Zusammenhang mit einem Haltungsungleichgewicht oder ergänzend zu einer Bandrekonstruktion des Knies gestellt werden. In allen Fällen beruht die Indikation vor allem auf dem Verständnis der mechanischen Störung, die der FHL verursacht, und seiner Beteiligung an den Schmerzphänomenen.
Der Eingriff zielt darauf ab, das freie Gleiten der FHL-Sehne wiederherzustellen, indem das bindegewebige Band hinter dem Sprunggelenk eröffnet wird. Diese Tenolyse erfolgt endoskopisch, mit einer Kamera, die die Bilder in Echtzeit auf einen hochauflösenden Bildschirm überträgt.
In Bauchlage, Zugänge von hinten. Narkose in der Regel als Regionalanästhesie, je nach Fall auch als Vollnarkose.
Zwei wenige Millimeter lange Schnitte beidseits der Achillessehne. Das Arthroskop (Rohr von 5 mm) wird über den äusseren Zugang eingeführt.
Die Kamera stellt das untere Sprunggelenk dar, individualisiert die retrotalare Sehnenscheide und zeigt die FHL-Sehne. Die benachbarten Strukturen werden geschont.
Über den inneren Zugang spalten die Instrumente die Sehnenscheide unmittelbar am Sprungbein, bis das freie Gleiten erreicht ist. Ein allfälliger knöcherner Auswuchs wird abgetragen.
Die Hautschnitte werden mit je einer Naht verschlossen. Die Operation dauert in der Regel weniger als eine Stunde. Austritt am selben oder am folgenden Tag.
Ein Eingriff in weniger als einer Stunde, zwei Schnitte von wenigen Millimetern, zwei Nähte, ein kurzer Spitalaufenthalt. Die minimalinvasive Technik erlaubt eine rasche Erholung und eine frühe Rückkehr zur Aktivität.
Drei Videos machen die Operationstechnik konkret sichtbar, von der allgemeinen Darstellung über den endoskopischen Eingriff bis zur vollständigen Operation.
Die Technik wurde in einer internationalen Publikation vollständig beschrieben, die Methodik, Zugangswege und Langzeitergebnisse der Serie des Centre du pied im Detail darlegt.
Olden TR., Vallotton J., September 2020, Journal of Arthroscopy : The Journal of Arthroscopic and Related Surgery
Wie lange dauert der Eingriff? Die Operation dauert in der Regel weniger als eine Stunde. Danach folgt der Aufenthalt im Aufwachraum, anschliessend die Rückkehr ins Zimmer oder nach Hause.
Welche Art von Narkose? In der Regel eine Regionalanästhesie, je nach Fall auch eine Vollnarkose. Die Wahl erfolgt gemeinsam mit der Anästhesie in der präoperativen Sprechstunde.
Ist ein Spitalaufenthalt nötig? Der Eingriff erfolgt meist ambulant. Je nach Fall kann eine Nacht zur Überwachung angeboten werden.
Wie lange dauert die Genesung? Gehen ist rasch mit angepasstem Schuh erlaubt. Rückkehr in eine nicht körperliche Tätigkeit in 2 bis 3 Wochen, Sport in 6 bis 8 Wochen.
Besondere Risiken? Die minimalinvasive arthroskopische Technik begrenzt die Komplikationen erheblich. Die Einzelheiten werden in der präoperativen Sprechstunde systematisch besprochen.
Vorgängige Mobilitätsabklärung? Ja, die Mobilitätsabklärung ist fester Bestandteil der präoperativen Beurteilung. Sie bestätigt die Indikation und schafft einen Referenzwert, an dem sich die Fortschritte messen lassen.
Welche Ergebnisse sind zu erwarten? Besonders eindrückliche Ergebnisse bei Hallux rigidus, Fersenschmerzen, Sehnenentzündungen und Schmerzsyndromen des Knies. Die Haltungsarbeit festigt den Nutzen auf Dauer.
Die Mobilitätsabklärung im Centre du pied erlaubt es, die Indikation zu bestätigen, die Ausgangslage objektiv zu erfassen und einen Referenzwert für die Messung der postoperativen Fortschritte zu schaffen.
Fachpersonen, die in der Diagnose und Behandlung des FHL geschult sind, praktizieren in der Schweiz, in Frankreich und im Ausland. Sehen Sie die Liste nach Ländern.
Dauer
weniger als eine Stunde
Narkose
Regionalanästhesie
Spitalaufenthalt
ambulant
Schnitte
2 von wenigen mm
Gehen wieder
sofort
Sport wieder
6 bis 8 Wochen
Der nicht operative Ansatz, in den meisten Fällen als erste Massnahme empfohlen.
Die präoperative Abklärung, welche die Indikation bestätigt und die Ausgangslage erfasst.