Konservative Behandlung

Rumpfstabilisation, den zentralen Block des Körpers stabilisieren

Der FHL führt zu einer umfassenden Funktionsstörung, die den Rumpf destabilisiert. Das Training der abdomino-lumbo-pelvinen Rumpfstabilisation stellt die Stabilität dieses zentralen Blocks wieder her — die Voraussetzung dafür, dass die Gliedmassen wirksam Kraft entwickeln können.

Warum die Rumpfstabilisation Teil der Behandlung ist

Würde man den menschlichen Körper grob schematisieren, zeichnete man ihn mit einem massiven zentralen Block, dem Rumpf, um den herum die vier Gliedmassen und der Kopf beweglich angebunden sind. Unser Bewegungsapparat ist selbstverständlich komplexer, denn seine Bewegungen entstehen aus dem Zusammenspiel von Hunderten von Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenken. Dieses einfache Schema zeigt dennoch ein Schlüsselelement der Biomechanik: Eine gute Stabilität des zentralen Blocks ist unerlässlich, damit die daran angebundenen Abschnitte wirksam Kraft entwickeln können.

Durch die umfassende Funktionsstörung, die er auslöst, destabilisiert der FHL dieses Fundament, indem er den Rumpf nach vorne verlagert. Die Stabilisierung des Rumpfes durch entsprechende Übungen ist deshalb ein unverzichtbarer Bestandteil der Behandlung.

Die beiden Gürtel, die trainiert werden

Die umfassende Behandlung enthält Übungen zur Stabilisation des Bauchgürtels und des Beckengürtels. Diese Muskeln werden vor allem isometrisch oder mit geringem Bewegungsausmass sowie gegen Widerstand trainiert. Gesucht ist die Fähigkeit, der Ermüdung standzuhalten und die knöchernen Strukturen in der stabilsten Position zu halten. So verbessert man die Wirksamkeit der Muskeln der Gliedmassen und vermeidet Ungleichgewichte beim Umgang mit äusseren Lasten.

Gürtel 1

Bauchgürtel

Die Muskeln, die den Brustkorb mit dem Becken verbinden und die Lendenwirbelsäule stabilisieren.

Gürtel 2

Beckengürtel

Die Muskeln, die das Becken mit den darüberliegenden Strukturen (Bauch, Lendenwirbelsäule) und den darunterliegenden (untere Gliedmassen) verbinden.

Die Übungen zur abdomino-pelvinen Stabilisation

Die Zahl der möglichen Übungen ist unüberschaubar: im Stehen, im Liegen, im Stütz auf Unterlagen mit unterschiedlichen Neigungen. Hier einige Beispiele von Stabilisationspositionen, die in der Praxis geübt werden.

Steigerung und technische Genauigkeit

Je höher das Niveau, desto mehr lassen sich die Auflagepunkte am Boden verringern und die Stützen auf instabilen Unterlagen erhöhen. Die Ausführung dieser Bewegungen muss technisch sehr genau sein: Deshalb wird für eine optimale Betreuung der Beizug von Fachpersonen empfohlen.

Achtung

Eine falsche Ausführung kann Verspannungen und kontraproduktive Schmerzen erzeugen und die Situation sogar verschlimmern. Die fachliche Begleitung ist unerlässlich, besonders zu Beginn eines Programms.

Die Stabilisationsübungen im Video

Drei gefilmte Demonstrationen zeigen die Arbeit an der vorderen, seitlichen und hinteren Kette auf dem Ball.

Übung

Stabilisation der vorderen Kette auf dem Ball

Übung

Stabilisation der seitlichen Kette

Übung

Stabilisation der hinteren Kette auf dem Ball

Zum Weiterschauen im Video

Drei Ergänzungen zur Rumpfstabilität, zur lumbo-pelvinen Rehabilitation und zur körperlichen Aktivität im Lauf der Jahre.

Video

Aktive Physiotherapie des Rückens bei älteren Menschen

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Körperliche Aktivität und Alterung

Nächste Säule

Foot core, die Stabilisation des Fusses

Die intrinsische Fussmuskulatur kräftigen, um die Verankerung am Boden zu stabilisieren.

In der Praxis

Ziel

Stabilität des Rumpfes

Gürtel

abdominal, pelvin

Art des Trainings

isometrisch, gegen Widerstand

Schlüsselfähigkeit

Ermüdungswiderstand

Steigerung

instabile Unterlagen

Betreuung

fachlich empfohlen